[!info] Podcast-Faible · Folge #10

Erster Berührungspunkt & Anstoß

Was war dein erster Berührungspunkt mit Podcasts und was hat dich dazu veranlasst, selbst zu podcasten?

Während seiner Selbstständigkeit in der Immobilienfinanzierung merkte er, dass Zahlen ihn nie interessierten. Erlebte zufällig die Wirkung von Hypnose, machte eine Ausbildung ’nur für sich’ und beschloss am Ende: ‘Das ist meine Zukunft.’ Seit einem Jahr macht er das professionell – und damit auch Podcasts dazu.

„Mit jeder Klientin, jedem Klienten, mit dem ich zusammen arbeite, das macht mir so viel Freude."

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Eigener Podcast-Konsum

Welche Podcasts hörst du selbst gern? Welche Genres mögst du?

Quark Science Cops als Lieblings-Podcast. Mag große Produktionen (Panama Papers, WeCrashed/WeWork, CashBurners). Laber-Podcasts hört er gar nicht – ‘verschwendete Lebenszeit, anderen Leuten dabei zuzuhören, wie sie ihre Gedanken sortieren’. Alternativ Hörbücher.

„Es ist mir zu anstrengend und in meinen Augen oder für mich persönlich ist es so verschwendete Lebenszeit, anderen Leuten dabei zuzuhören, wie sie ihre Gedanken sortieren."

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Erinnerungswürdige Aufnahme

Gibt es eine Podcast-Aufnahme, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Erste Folge: einfach mit iPhone eingesprochen, ohne Schnitt, eine Stunde für eine kurze Folge gebraucht. Vor allem aber eine Aufnahme zum Thema Depression mit einer Gästin: Während er parallel eine Depressionshilfe-Webseite öffnete, ergriff ihn das Thema so – er kämpfte mit den Tränen und wäre fast eingebrochen. Beeindruckt davon, wie viele ‘ganz normale Mitbürger’ diesen Schmerz tragen.

„Das hat mich so ergriffen, weil es eben da draußen so viele Menschen gibt, die dieses Thema haben. Ich konnte nicht mehr weiter sprechen. Ich saß hier, habe echt mit den Tränen gerungen."

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Zeitaufwand pro Folge

Wie viel Zeit investierst du in eine Folge — von Vorbereitung bis Nachbereitung?

‘Quick and dirty’ – keine Vorbereitung außer der Frage ‘Trinkst du seit über 100 Tagen keinen Alkohol?’. Kein Vorgespräch, treffen sich online, Aufnahme. 30 Min für Intro/Outro/Hochladen. Schneidet nur lange Denkpausen oder Technikprobleme raus. Wöchentliche Veröffentlichung – will keine 3-5 Stunden pro Folge investieren.

„Ich bereite mich nicht vor. Also ich möchte von meinen Gesprächspartner nur wissen, seit wann trinkst du keinen Alkohol mehr?"

Themen: Perfektionismus loslassen · Recherche & Vorbereitung

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Technik

Welche Technik nutzt du? Mikrofon, Kopfhörer, Schnittprogramm?

Iterativ: erst iPhone, dann günstiges Podcaster-Mikro, jetzt Rode NT1 Gen 5. GarageBand zum Schneiden (nur vorne/hinten abschneiden). Neu: Rodecaster Duo wegen Telefonat-Aufnahme – seine Gesprächspartner kriegen Studio Link nicht hin. ‘Schwelle so niedrig wie Nokia 3110-Anruf.’

„Ich muss die Schwelle wirklich so niedrig ansetzen, dass die mich mit Nokia 3110 anrufen können und das trotzdem funktioniert."

Themen: Gespräche & Begegnungen · Mikrofon-Setup · Schnitt-Tools (GarageBand)

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Liebstes und Nervigstes

Was machst du am Podcasten am liebsten und was ist das nervigste?

Liebt es, viele Menschen kennenzulernen und ihre Geschichten zu hören – 50 Persönlichkeiten und Lebensgeschichten pro Jahr. Sein Antrieb: Hörer schreiben, dass sich ihr Leben verändert hat durch seinen Podcast. Nervig: Gästekötern – kaum jemand meldet sich von selbst. Außerdem: er vergisst manchmal, das richtige Mikro umzustellen und nimmt mit dem schlechten Kopfhörer-Mikro auf. Hat sich Checkliste wie ein Pilot gebaut.

„Ich muss da immer hinterherkötern, um Leute zu finden, die dann mit mir sprechen wollen."

Themen: Gespräche & Begegnungen · Hörer-Feedback

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Wichtigste Lektion

Was ist die wichtigste Lektion, die du anderen Podcastern mit auf den Weg geben würdest?

Für ihn: dass er mit dem Podcast Lebensläufe beeinflussen kann. Für andere: suche ein Thema, konzentriere dich darauf, geh nicht ’links und rechts und dit und dat’. Geh nicht ‘Monate oder Jahre schwanger’ mit der Idee – Technik besorgen und loslegen. ‘Bleib bei deinem Thema, dann kannst du nur besser werden.’

„Such dir ein Thema, das dir Spaß macht und konzentrier dich auf dieses eine Thema und fang nicht an links und rechts und dit und dat noch damit rein zu wurschen."

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[!info] Podcast-Faible · Folge #11

Erster Berührungspunkt & Anstoß

Was war dein erster Berührungspunkt mit Podcasts und was hat dich dazu veranlasst, selbst zu podcasten?

Hat schon immer gerne Podcasts gehört, irgendwann triggerte sie die Technik im Hintergrund. Ihre ‘Reise’ begann 2019 klassisch mit Kursen – sie sog alles auf wie ein Schwamm. Glück: sie geriet an eine Mentorin mit Podcast-Agentur, die nach Unterstützung suchte. Das war ihr Sprungbrett – jemand zum Fragen löchern, durch den sie ganz viel gelernt hat.

„Das ist eigentlich so mein Start gewesen, wo ich halt jemanden an der Seite hatte, die ich halt auch mit Fragen löchern konnte."

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Eigener Podcast-Konsum

Welche Podcasts hörst du selbst gern? Welche Genres mögst du?

Beruflich (Podcast-Dienstleisterin) hört sie Business-Podcasts und schneidet Kunden-Episoden. Privat strikt das Gegenteil: ‘Easy peasy’ und ‘chillig’ – ganz fernab von Business/Mindset/Coaching. Pochers, Bushido-Podcast. Klare Trennung zwischen Berufs- und Privatkonsum.

„Privat gebe ich mir dann tatsächlich so chillige easy [Podcasts] […] was wirklich fernab von sämtlichen Business Material halt ist."

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Erinnerungswürdige Aufnahme

Gibt es eine Podcast-Aufnahme, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ihre allererste Gästin (Anne, die Interviewende) – ironisch, weil sie sonst als Dienstleisterin Best Practices predigt: Ihr Mikrofon war übersteuert, die ganze Aufnahme musste wiederholt werden. Daher ihr Appell: Eigene Spur lokal aufzeichnen und zusenden – dann kann nichts passieren.

„Das war wirklich, das war ein Graus, also das ist glaube ich aber auch für jeden Podcaster des absolutes Worst Case, wenn halt die Aufnahme nicht klappt."

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Zeitaufwand pro Folge

Wie viel Zeit investierst du in eine Folge — von Vorbereitung bis Nachbereitung?

Schwer zu quantifizieren – produziert ihren 14-tägigen Podcast vor. Macht zu Themen Notizen, lässt sie liegen, kommt zurück. ‘In 60 Minuten alles all-in’ wäre möglich – sie braucht durch das mehrfache Liegenlassen länger.

„Bis der ganze Text steht, obwohl ich möglichst frei spreche, ich würde mal so tippen auf eine Stunde, auf zwei All-Inclusive."

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Technik

Welche Technik nutzt du? Mikrofon, Kopfhörer, Schnittprogramm?

Team Mikro + Kopfhörer (Empfehlung an Interviewgäste: Rückkopplung vermeiden). Rode USB NT Plus, liebäugelt mit Shure MV7. Apple In-Ear. Bearbeitung in GarageBand mit Plugins (Echo Remover, Audio Denoiser). Auphonic nur fürs Grobe. Glaubt nicht an ‘die eierlegende Wollmilchsau’ bei Tools.

„Ich glaube, das Tool X, was alles abdeckt und diese eierlegende Wollmilchsau, ich glaube, das gibt es gar nicht."

Themen: Mikrofon-Setup · Schnitt-Tools (GarageBand)

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Liebstes und Nervigstes

Was machst du am Podcasten am liebsten und was ist das nervigste?

Aus Podcasterin-Sicht: nichts nervt sie. ‘Mein Herz schlägt für Podcasts.’ Als Dienstleisterin nervt: Kunden sehen den Wert oft nicht – Podcasts sind im Marketing oft das Erste, was wegbricht, weil Geduld nötig ist und Erwartungen unrealistisch sind.

„Mein Herz schlägt für Podcasts und dementsprechend ist das, da ist nichts nerviges dran."

Themen: Social Media & Vermarktung

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Wichtigste Lektion

Was ist die wichtigste Lektion, die du anderen Podcastern mit auf den Weg geben würdest?

Für PodcasterInnen: genau überlegen, ob ein Podcast ein passendes Marketing-Tool für dich ist. Liegt dir das Audio-Format? Mach es nicht, weil andere es haben. Für Dienstleister*innen: nicht unter Druck setzen – gute Qualität liefern. Vor allem: in der Nebenselbstständigkeit starten, nicht sofort Vollzeit (sie selbst brauchte 2-3 Jahre). Spezialisierung ja, aber ehrlich kommunizieren, was man nicht abdeckt.

„Es ist halt auch da, es gibt unfassbar viele Podcast-Dienstleister. […] Schau einfach, dass du unterm Strich gute Arbeit leistest."

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